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Dualseele – Definition und Bedeutung

Dualseelen sind die innigste und intimste Form der Seelenverwandtschaft und bewiesenermaßen schon zumindest seit der griechischen Antike bekannt.

Unter den ältesten Zeugnissen dieses Konzeptes befindet sich die fiktive Fabel des griechischen Philosophen Platon (428/27 bis 348/47 v. Chr.) über die erotische Liebe des Menschen durch seine Abstammung vom Kugelmenschen.

Der Kugelmenschen Mythos des Platon als erstes Zeugnis der Seelenverwandtschaft

Laut Platon wurden die Menschen ursprünglich als männlich-weibliche Mischwesen erschaffen, die das doppelte der Gliedmaßen besaßen und auch zwei Gesichter sowie Rümpfe hatten. Diese innerlich perfekten Wesenheiten wurden durch die Götter getrennt, die sie fürchteten und entzweit.

Aufgrund dieser Entzweiung des Menschen ist er unglücklich und schwach und sehnt sich nach der Vervollständigung durch die geschlechtliche Vereinigung und Liebe zurück. Jeder ursprüngliche Kugelmensch besteht aber weiterhin auf einer geistigen, nunmehr unzugänglichen Ebene. Um das Leiden des Menschen zu beenden, muss dieser nun nach seiner verlorenen Hälfte suchen, dem Partner seiner Dualseele.

Definition und Bedeutung von Dualseele

Damit kommt man dem Verständnis der Dualseele schon sehr nahe. Denn schon bald darauf entwi­ckelte sich ein Verständnis von Seelenverwandtschaft zwischen zwei Menschen – hauptsächlich Liebende. Eine solche Verbindung muss sich aber nicht zwangsläufig in sexuellem Begehren äu­ßern, sondern kann auch durch Spiritualität, Kommunikation, Liebe und Intimität verwirklicht wer­den.

Die Dualseele ist somit der verlorene Teil der Seele, den jeder Mensch benötigt um wieder komplett zu und damit glücklich zu werden. Der Begriff „Dualseele“ stammt aus der theosophischen Bewe­gung, die im 19. Jahrhundert entstand und im Laufe der letzten 200 Jahre auch in anderen Bereichen von Spiritualität, Esoterik und New-Age Bewegungen Beachtung fand und diskutiert wurde.

Im heutigen theosophischen Verständnis des Begriffs der Dualseele wird deren schicksalhafte Suche deutlich. Ihr Ziel ist die Aufhebung der Trennung. Aber nicht jeder Mensch kann dies in seinem Leben verwirklichen und muss bei Vertretern des Karma bzw. Wiedergeburtsgedankens über viele Generationen sie finden. Die zweite Lehrmeinung sieht die Dualseele als von Gott getrennte Einheit an. Durch ihre Verschmelzung kann der Mensch die Trennung zum Göttlichen überwinden.

Was sind die Zwillingsflammen?

In der Literatur sowie auf diversen Portalen kann man auch des Öfteren das Wort „Zwillingsflamme“ lesen. Zwillingsflamme wird von dem Großteil der Esoteriker und Spirituellen als deckungsgleiches Synonym für Dualseele bzw. die beiden Dualseelenpartner verwendet. Ein Artikel, der die Zwillingsflamme thematisiert, meint daher in der Regel den zweiten Teil der Dualseele, der vom Partner verkörpert wird. Erst gemeinsam brennen beide, wie eine Einheit.

Dualseelen als Spiegelbild des Selbst?

Manche Vertreter der Dualseelen-Lehre gehen noch einen Schritt weiter und verstehen das Konzept als manifestierte Dualität. Das heißt der jeweils andere Part übernimmt Eigenschaften und Verhaltensweisen, die dem eigenen Selbst spiegelbildlich gegenüber stehen und erst gemeinsam eine gesunde Einheit bilden.

Auswirkungen auf den Menschen durch seinen Dualseelenpartner:

  • Die Dualssele kann Leiden und Wirrungen des Lebens widerspiegeln.
  • Trauer- und Schmerzlinderung
  • Erfahrungsaustausch und gemeinsames inneres Wachstum
  • Hinweis auf Fehler im Leben
  • Gemeinsame Überwindung von Problemen, die alleine nicht möglich wären
  • Ausgleich von Schwächen des jeweils Anderen

Hat man seinen Seelenpartner entdeckt, durchlebt man sehr schnell und „explosiv“ eine Reihe von sogenannten Dualseelen Phasen. In diesem Konzept der Dualseelen gibt es Entwicklung, die am Ende zum Erlischen der Trennung führen kann, wenn beide Seelenpartner bereit sind, sich vollumfänglich einzulassen auf das Gegenüber.

Vereinigung mit dem Seelenverwandten

dualseelenpartner-zwillingsflammeEine große Anzahl an Menschen ist sich unsicher, woher das Leiden im Bereich, Partnerschaft, Beziehung und Liebe stammt. Menschen, die östlichen, esoterischen Lehren anhängen, glauben, dass diese „Wunden“ aus vergangenen Leben stammen und wie ein Echo noch nachhallen. Eine solche Denkweise kann aber mehr schaden als nützen, wenn man alleine auf „Heilung“ setzt.

Denn der Dualseelenpartner bzw. der Seelenverwandte ist keine schicksalshafte Gegebenheit, die in das Leben scheinbar urplötzlich hinein bricht, sondern Resultat aus den Taten, Ereignissen und Entscheidungen des Einzelnen. Man darf sich nicht seinem Schicksal verdrossen oder lethargisch ergeben, dann nämlich findet man nie die Möglichkeit zur Vereinigung mit seiner Dualseele.

  • Bin ich bereit mich vollkommen dem Gegenüber zu öffnen?
  • Gibt es etwas, was ich nicht weitergeben möchte, würde ich es meinem Spiegelbild erzählen?
  • Befriedigt dieser Mensch meine Bedürfnisse körperlich und/oder geistig oder ist er nur eine (willkommene) Ablenkung?
  • Geht es mir um eine Sache oder um eine Person?
  • Möchte ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt meinen Seelenpartner finden?

Eine solche Vereinigung geschieht also nicht einfach so, sondern hängt auch vom eigenen Selbst ab.
Dabei kann die Beantwortung einiger Fragen helfen. Nur wenn man sich sicher ist, dass man darauf eine eigene Antwort finden kann, der man auch vollkommen sein Vertrauen ausspricht, kann das Erkennen des Dualseelenpartner gelingen.

Die Anzeichen beim Dualseelenpartner erkennen

Was ist aber eine normale Liebe und was ist die Komplementierung des Selbst durch die Dualseele? Diese Frage treibt viele Menschen umher, die mit solch starken Gefühlen das erste Mal oder nach langer Zeit wieder in Kontakt kommen. Sie fragen sich, ob diese Gefühle „richtig“ sind oder ob es sich hierbei lediglich um eine Einbildung handelt, die das Gegenüber nicht gleich wahrnimmt.

Um sicherzugehen, dass man den Dualseelenpartner getroffen hat, gibt es jedoch verschiedene Anzeichen, die man prüfen kann. Sollten diese in der Mehrzahl vorhanden sein, ist die Chance groß, dass es sich um den Seelenpartner handelt – es muss aber auch bei scheinbarer 100% Passung nicht der vom Schicksal bestimmte Partner sein.

Anzeichen um die Dualseele oder Zwillingsflamme zu erkennen:

  • Im anderen erkennt man viele Teile der eigenen Persönlichkeit wieder
  • Die Zeit mit dem Partner verschwimmt und wird bedeutungslos
  • Von Anfang an, spürt man ein starkes Band, welches schon scheinbar ewig besteht
  • In den Augen des Partners erkennt man etwas Vertrautes
  • Das gesprochene Wort verliert an Bedeutung. Viele Gespräche scheinen auf telepathischem Wege abzulaufen.

Erkennt man in seinem Partner mehrere oder alle dieser Anzeichen ist die Chance tatsächlich hoch, dass man seine Dualseele oder Zwillingsflamme, wie sie auch bisweilen in spiritueller Literatur genannt wird, gefunden hat. Insbesondere die anscheinende telepathische Kommunikation ist ein starkes und sicheres Anzeichen dafür.

Die Bedeutung von Dualseele und Seelenverwandschaft im orthodoxen Judentum: Bashert

Im orthodoxen Judentum bezeichnet das Wort „Bashert“ einen vom Konzept der Seelenverwandschaft bzw. der Dualseele vergleichbaren Begriff. Auch in der modernen Partnerschaftsvermittlung gilt der Ehegatte als Bashert, da eine Ehe bereits durch Gott im Himmel geschlossen wurde.

Im modernen Sprachgebrauch sind jüdische Singles daher auf der Suche nach ihrem Bashert, den vom Gott auserwählten Partner, der das Leben auf Erden komplementiert. Dabei ist Glück innerhalb einer einmal geschlossenen Ehe jedoch nicht an erster Stelle, da der Partner als Bashert gilt, gleichgültig, ob die Ehe gut verläuft oder nicht.

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