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Astralreisen

Robert Monroe Anleitung

Der Amerikaner Robert Allen Monroe, Spitzname Bob, wurde am 30.10.1915 geboren und verstarb mit 79 Jahren am 17.03.1995. Zeit seines Lebens agierte er als Geschäftsmann, Auotor und Programmdirektor im Rundfunk. Zudem gründete er 1974 das über seinen Tod hinaus existierende Robert-Monroe-Institut, welches sich mit parapsychologischen Aktivitäten beschäftigt.

Der Name Robert Monroe erlangte in den 1970er Jahren eine große Bedeutung, als dieser ein Buch sowie eine Anleitung zu Außerkörperlichen Erfahrungen (AKE) veröffentlichte, welches auf seiner eigenen AKE im Jahr 1958 basierte. Die von ihm dazu verwendete Methode wurde als Hemi-Sync-Methode bekannt. Durch diese Methoden sollen auch andere Menschen fähig werden, eigenmächtig eine Astralreise initiieren zu können.

Robert-Monroe-Anleitung: Außerkörperliche Erfahrung aus Meditation

Nach seinem Erlebnis fasste Robert Monroe sein Wissen zusammen und veröffentlichte 1971 das Buch „Der Mann mit den zwei Leben“ (im Original „Journeys out of the body“). Das Werk fasste genau seine eigenen Erlebnisse zusammen und enthält eine auch präzise Anleitung zur Reproduktion des Weges zur Außerkörperlichen Erfahrung des Körpers-Verlassens.

Anhand dieser Vorgehensweise untersucht das Robert-Monroe-Institut die Erfahrungen von Anwendern und Menschen, die bereits unabhängig davon Erfahrungen mit Astralreisen hatten. Die erste Robert-Monroe-Anleitung lässt sich auch mit der später entwickelten Hemi-Sync-Methode kombinieren, die ebenfalls im Anschluss vorgestellt wird.

Anleitung und Hinweise zur AKS

Wenn man diese Anleitung verfolgt steigt die Wahrscheinlichkeit eine AKS erleben zu können, sie stellt jedoch keine Garantie für eine solche dar, da es weitere Faktoren gibt, welche eine solche Außerkörperliche Erfahrungen erleichtern, erschweren oder sogar unmöglich machen können.

1. Entspannung und Ruhe: Um die Methode erfolgreich zu absolviere, ist sowohl eine körperliche, als auch eine mentale Entspannung sowie eine gewisse Offenheit gegenüber als übersinnlich verstandenen Erlebnissen notwendig. Um diesen Zustand zu erreichen, bestehen verschiedene Möglichkeiten. Dabei ist es gleichgültig, ob dieser durch Meditation, ein warmes Bad, Trance oder Muskelentspannung erreicht wurde.

2. Den Halbschlaf erreichen: Der nächste Schritt liegt im Erreichen der sogenannten Hypnagogie – dem Halbschlaf. Dazu existieren verschiedene Möglichkeiten, entweder man konzentriert sich auf einen Gegenstand oder ein Bild im Geiste oder durch Muskelübungen, bei denen man bestimmte Gliedmaßen leicht erhöht halten muss. Am Anfang dauert es laut Monroe circa 15 Minuten bis dieser Zustand erreicht wird.

3. Die Hypnagogie vertiefen: Nach dem Erreichen des Halbschlafes wird ein wohliges Gefühl der Vertrautheit entstehen. Im Anschluss leert man den eigenen Verstand. Man beobachtet also das Schwarz vor dem eigenen, geschlossenen Auge. Auftretende Lichter sollten ignoriert werden, bis sie verschwinden. In diesem tieferen Zustand der Entspannung (B) verharrt man solange bis sich das Körperbewusstsein komplett aufgelöst hat (Zustand C).

4. Den Zustand der Schwingungen erreichen: Nach der Schwächung des Körperbewusstseins, sollte irgendwann der Zustand (D): Schwingungen einsetzen. Diese zeigen sich als Kribbeln, welches den Körper durchzieht. Manche Astralreisende verfolgen diese Erscheinungen auf den Astralleib im Körper zurück. Viele Anfänger haben Schwierigkeiten den zustand zu erreichen, daher gibt es dafür eine eigene Anleitung.

5. Den Schwingenzustand kontrollieren: Die Schwingungen sind zu Beginn ungeordnet. Sie können aber mit etwas Übung verteilt bzw. konzentriert werden. Dies geschieht in einem Welleneffekt. Man fokussiert die Schwingungen auf den Kopf und lässt diese von dort wie eine Welle zu den Füßen brausen. Sobald man dies kontrollieren kann, steht man kurz davor den Körper verlassen zu können.

6. Die Trennung von Seele und Körper einleiten: Um den Körper verlassen zu können, muss nun der Gedanke darauf kontrolliert werden. Die Schwierigkeit hierbei liegt darin, die Gedanken frei von störenden Faktoren zu halten. In diesem Zustand kann man bereits einzelne Übungen mit seinen Gliedmaßen tätigen. Die astrale Gliedmaße wird gewissermaßen aus dem Körper geführt und greift durch Gegenstände der physischen Ebene. Im Anschluss an diese ersten Erfahrungen sollte man die Reise beenden.

7. Die Trennung abschließen – Den Körper verlassen: Die Trennung kann laut Robert Monroe auf zwei Arten abgeschlossen werden. In der Grundvariante schwebt der Geist aus dem Körper. Dies wird erreicht, indem die Gedanken im Schwingzustand die Vorstellung entwickeln, dass das Selbst immer leichter wird, solange man seine Gedanken von Störfaktoren freihält. Eine andere Variante ist die Dreh-Methode. Hierbei versucht man den Geist außerhalb des Körpers zu drehen ohne sich dabei physisch zu bewegen, wodurch man sich selbst betrachten kann. Die erste Methode empfiehlt Monroe besonders Anfängern.

Die Methode muss gerade von Menschen, die damit beginnen möchten, mehrfach geübt und wiederholt werden, um einen solchen Zustand regelmäßig erreichen zu können. Die Robert-Monroe-Anleitung sollte daher als solche auch verstanden werden, denn es kommt viel auf die benötigte Konzentration des Anwenders an.

Hilfen des Robert-Monroe-Instituts beim Erreichen des Schwingenzustands

Die meisten Personen erreichen Zustand C, können jedoch letztlich nicht die Schwingungen kontrollieren, um weiter auf dem Weg zur Außerkörperlichen Erfahrung voranzuschreiten. Deswegen gibt diverse Hilfestellungen des Robert-Monroe-Instituts, die dabei helfen sollen, dass auch Anfänger die Methode meistern können.

Vorgehensweise des RMI um in den Schwingenzustand zu gelangen:

  • Entfernung von allem weltlichen Gehänge am Selbst (Schmuck, Uhren, Brillen, usw.)
  • Verdunklung und Erwärmung des Raumes der Übung
  • Der Anwender sollte sich auf den Boden legen und zwar intuitiv in die ihm präferierte Richtung
  • Die Kleidung wird gelockert, wichtig ist dabei die wohlige Wärme, weswegen es ruhig etwas dicker, aber nicht einschnürender, sein darf.
  • Dämmung und Abschaltung aller möglichen Geräuschquellen
  • Entspannung und Loslassen von störenden Gedanken
  • Autosuggestion: „An alles was ich tue, werde ich mich erinnern können.“ Dieser Satz sollte fünfmal wiederholt werden.
  • Atmung aus dem halboffenen Mund
  • Konzentration auf die Leere und Dunkelheit
  • Vorstellung eines Punktes circa fünf Zentimeter vor der Stirn. Dieser Punkt bildet den Fokus. Der Geist wandert langsam mit ihm bis zu 1,5 Meter in die Höhe.
  • Einsetzung der Vorstellung von diesem Punkt aus, beginne eine Schwingung ähnlich einem Seil parallel zum und mit dem Körper hin- und her zu schwingen.

Auch diese Übung funktioniert nicht bei allen Nutzern der Robert-Monroe-Anleitung sofort. Man kann sie jedoch auch unabhängig vom versuch eine Außerkörperliche Erfahrung zu erleben, trainieren, um die Chance auf Erfolg zu erhöhen. Viele Personen kombinieren diese Übung auch gerne mit der Hemi-Sync-Methode oder Meditationsmusik.

Die Hemi-Sync-Methode von Robert Monroe

robert-monroe-anleitungDie Hemi-Sync-Methode bzw. ausgeschrieben Hemisphären-Synchronisation ist das Ergebnis von Studien des Robert-Monroe-Instituts über die Kontrolle und Veränderung von Bewusstseinszuständen durch Einflüsse auf die beiden Gehirnhälften. Die Hemisphären stehen in diesem Fall also nicht für Süd- und Nordhalbkugel der Erde, sondern für die linke und rechte Gehirnhälfte.

Diese sollen miteinander synchronisiert werden und zwar durch den Einsatz von hochkomplexen Tonmischungen, die binaurale Schwingungen erzeugen sollen. Mit diesen sollen Gehirnwellenmuster in der linken und rechten Gehirnhälfte miteinander synchronisiert werden. Das RMI ordnet diverse Gehirnaktivitäten einem Bewusstseinszustand zu. Mithilfe der Rhythmen sollen diese bewusst herbeigeführt und sich zunutze gemacht werden.

Bewusstseinszustände und Auswirkungen laut dem Robert-Monroe-Instituts:

  • Hertz-Aktivität 7-14 (Alphawellen): Dieser Aktivität entsprechen die Leichte Meditation, der sogenannte Alpha-Zustand, Kreativität und Harmonie.
  • Hertz-Aktivität 14-30 (Betawellen): Den Betawellen ordnet das RMI die zielgerichtete Aufmerksamkeit sowie das analytische Denken und das Tages- bzw. Wachbewusstsein zu.
  • Hertz-Aktivität 30-250+ Gammawellen): Die Gammawellen sollen im Gehirn zuständig sein für transzendente Erfahrungen, die Einheit mit dem Mystischen sowie für PSI-Erlebnisse.
  • Hertz-Aktivität 0,5-4 (Deltawellen): Deltawellen sind laut dem RMI besonders wichtig, damit das Gehirn tiefe Meditation, Selbstheilung sowie den tiefen, traumlosen Schlaf einleiten kann.
  • Hertz-Aktivität 4-8 (Theta-Wellen): In diesem Abschnitt sieht das Institut den Bewusstseinszustand der tiefen Entspannung, der Meditation, der Kreativität sowie des Schlafes und des Traumes lokalisiert.

Ziel der Hemi-Sync-Methode ist es mithilfe der binauralen Beats bzw Rythmen diese Zustände künstlich im Gehirn zu erzeugen, um die ihnen positiv zugeordneten Effekte nutzen zu können. Daher kann die Methode auch für sich alleine ohne die Robert-Monroe-Anleitung zur Außerkörperlichen Erfahrung genutzt werden.

Gibt es Beweise für die Funktion der Robert-Monroe-Anleitung oder ist sie gefährlich?

Robert Monroes machte mit seinem Buch „Der Mann mit den zwei Leben“ das Konzept der Astralreise, Astralprojektion bzw. der Außerkörperlichen Erfahrung populär, aber er erfand es nicht, sondern baute auf erste wissenschaftliche Erkenntnisse auf, die ungefähr zur gleichen Zeit auch populärwissenschaftlich Aufmerksamkeit erregten.

Mehr als 50 Jahre später, ist die Forschung aus den Kinderschuhen entwachsen und betrachtet diese Phänomene heute aus verschiedenen Perspektiven, unter anderem wird das phänomen in der Neurowissenschaft, der Chirurgie, der Kriminologie, der Kognitionswissenschaft sowie der Theologie rezipiert.

Laut aktuellen Studien gehen die Wissenschaftler aus, dass mindestens 5% der Menschen weltweit bereits bewusst oder unbewusst eine solche Erfahrung einmal in ihrem Leben hatten – unabhängig der einzelnen Gründe, die zu einer solchen Erfahrung führten. Tatsächlich kann eine solche AKS auch durch einen Schockzustand und Selbst-Dissoziation sowie durch Drogeneinfluss entstehen.

In einem solchen Fall besteht durchaus die Möglichkeit der Gefährdung. Ausgelöst durch andere Faktoren, wie beispielsweise die Robert Monroe Anleitung ist nichts über negative Begleiterscheinungen bekannt. Die Wirksamkeit der Anleitung ist jedoch noch immer Ausgangspunkt vieler Kontroversen, insbesondere da viele Menschen nicht mit ihr zum gewünschten Ergebnis gelangen.

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