Schlafparalyse beenden

Eine Schlafparalyse ist eine nicht immer klar abgetrennte Bezeichnung für einen Zustand der Bewegungslosigkeit während des Einschlafens bzw. des Aufwachens während des Schlafes. Eigentlich bezeichnet Schlafparalyse das mehrmalige Auftreten des Zustandes, während man bei einmaligem Verlauf dies als REM-Atonie bezeichnet.

Gleichgültig, wieso eine solche Schlaflähmung nun auftritt, viele Menschen empfinden diesen Zustand als extrem stressig, furchterregend und verbinden wirre Erfahrungen damit, da sich während dieses Zustandes Realität und Traum vermengen können. Bei großer Angst kann der Zustand zudem auch länger anhalten, als die üblichen 2-3 Minuten, die er bewusst erlebt wird. Dann sollte man unbedingt die Schlafparalyse beenden.

Was ist eine Schlafparalyse und wie lange dauert sie?

Für gewöhnlich dauert der Zustand nur wenige Sekunden. Man erwacht und ist praktisch sofort wieder bewusst bzw. einsatzbereit. Von einer Schlafparalyse spricht man, wenn eine Person aufgrund verschiedener Faktoren in diesem Zustand jedoch mindestens 2-3 Min, bei Angstreaktionen mitunter auch länger verharrt.

Um die Schlafparalyse zu beenden, muss man zunächst verstehen, was der REM-Schlaf ist, nämlich eine der fünf Phasen des Schlafes. Der Begriff „REM“ stammt aus dem Englischen und wurde 1953 erstmals verifiziert. REM ist eine Abkürzung für „rapid eye movement“ (dt. rasche Augenbewegung). Der Name leitet sich davon her, dass Träumende, wenn sie in einem Traum die Augen öffnen und schließen, dies mit ihrem Körper unbewusst nachahmen.

Phasen des Schlafes:

  • Einschlafphase
  • Leichtschlaf
  • Übergang in den Tiefschlaf
  • Tiefschlaf
  • REM-Schlaf

Schlafparalysen treten ausschließlich während der REM-Schlafphase auf. Alternative Bezeichnungen für diese Phase sind auch „paradoxer Schlaf oder desynchronisierter Schlaf“. Der REM-Schlaf nimmt für gewöhnlich 20% der gesamten Schlafdauer ein. Das der Körper die im Traum ausgeführten Bewegungen nicht nachahmt, dient dem Schutz während des Schlafens.

Die Aktivität im Gehirn ist währenddessen sehr gering und durch langsame Alphawellen sowie verringerte Thetawellen durchzogen. Bei Säuglingen besteht fast der gesamte Zeitraum aus REM-Schlaf, bis sich dieses mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter auf den oben genannten Wert einpendelt. Da der Körper noch immer im Traum ist, können Elemente daraus ins Bewusstsein während einer solchen Schlafparalyse mitübernommen werden.

Wissenschaftliche Tests und Studien zur Schlafparalyse

ende-von-schlafparalyseSchlaf- und Traumforschung gehört mit zu den interessanten Wissenschaften, die auch populärwissenschaftlich aufbereitet werden. Groß angelegte Studien aus 2011 mit Probantengruppen von 30.000 oder mehr Personen zeigten dabei, dass das Phänomen der Schlafparalysen bei 7,6% der Gesamtbevölkerung wahrscheinlich mindestens einmal im Leben auftritt. Dabei ist das Vorkommen bei den Bevölkerungsgruppen unterschiedlich verteilt.

Schlafparalysen treten jedoch nicht nur aus natürlichen Ursachen auf, obwohl manche Studien davon ausgeben, dass die Wahrscheinlichkeit eine solche zu erleben auch erblich bedingt sein kann. Gerade im Bereich von Drogenmissbrauch und psychologischen Störungen tritt das Phänomen vermehrt auf.

Potenzielle Auslöser für eine Schlafparalyse:

  • Hypersomnie
  • Bluthochdruck
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Schlafmangel
  • Übermüdung
  • Migräne
  • Medikamentöse Nebenwirkungen
  • Epilepsie
  • Narkolepsie
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch

Einige Menschen versuchen den Zustand aber auch gezielt herbeizuführen, um auf diese Art und Weise eine sogenannte Astralreise bzw. eine Außerköperliche Erfahrung einzuleiten. Die Beendigung der Schlafparaylse geschieht bei ihnen aber nicht aus dem Wunsch die Kontrolle zurückzuerlangen, sondern den Geist aus dem Körper zu lösen.

Von Außen ist eine Schlafparalyse auch als Starre bezeichnet, aber kein Verkrampfen der Muskulatur, vielmehr erscheint der gesamte Körper als schlaff. Weitere Begleiterscheinungen sind die seltene Autoskepsie (dt. Die Selbstbetrachtung), taktile, visuelle und auditive Halluzinationen sowie weitere Merkmale, die bei Außerkörperlichen Erfahrungen auftreten können.

Ist eine Schlafparalyse gefährlich?

Die Vorstellung, dass Schlafparalysen gefährlich sind, ist spätestens seit dem antiken Griechenland schriftlich belegt, es gibt aber auch zahlreiche Verweise aus der Levante sowie dem alten Ägypten auf die Furcht vor den Kreaturen der Nacht, wie dem Nachtmahr, der Drude, dem Incubus und Succubus von denen angenommen wurde und in manchen Vorstellungen immer wird, dass sie die Schlafparalyse ebenfalls verursachen können.

Negativerscheinungen während einer Schlafparalyse:

  • Druck auf der Brust bzw. dem Unterleib (Albdruck)
  • Atemnot
  • Vibration des Körpers
  • Flüsternde Stimmen
  • Autoskepsie (Selbstbetrachtung aus der dritten Person)
  • Wahrnehmung von Schatten, Personen oder Umrissen
  • Pfeifen
  • Schauder

Der Glaube an Aufhocker ist weltweit verbreitet und tatsächlich verlängert große Furcht die Dauer der Schlafstarre. Um die Schlafparalyse zu beenden, gibt es jedoch Anleitungen und Hilfestellungen, die die Dauer des Zustandes vermindern können. Bei vermehrtem oder agr regelmäßigem Auftreten sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden, da es sich auch um krankheitsbedingte Symptome handeln kann.

Anleitung zum eine Schlafparalyse zu beenden

Die richtige Vorbereitung ist auch um eine Schlafparaylse zu beenden, das A und O. Man sollte sich immer ins Gedächtnis zurückrufen, dass der Zustand nur so schrecklich ist, wie man ihm diese Macht zuordnet, da es sich hierbei um eine Reaktion des Körpers handelt. Potenziell kann jeder aber seine Starre im Schlaf überkommen. Um den Erfolg zu maximieren, gibt es einfache Tipps.

Vorgehensweise zur Überwindung einer Schlaflähmung:

1. Die Bewegung ankurbeln: Am Anfang ist es wichtig, sich auf die Teile des Körpers zu konzentrieren, die nicht durch den neuronalen Schutz der Muskaltur vollumfänglich abgedeckt werden. Dazu zählen die Zehen und Finger. Auch die Zunge oder die Nase sind leichter empfänglich, um die Kontrolle zurückzufordern. Dies dehnt man dann schrittweise auf den Rest des Körpers aus.

2. Die Atmung kontrollieren: Die Atmung ist ebenso wie das Augenlid nicht von der Schlafstarre betroffen. Man kann daher versuchen über sie wieder den Körper zu erreichen. Dazu atmet man ruhig und entspannt. Dann stellt man dieses Verhalten ein und hält die Lust an. Der Körper muss nun wieder sofort die Muskulatur hochfahren, da dies seinem Überlebensreflex entspricht.

3. Die Augen einsetzen: Die Augen folgen den Bewegungen im Traum während der REM-Phase. Damit kann man praktisch die Schlafparalyse beenden, indem man sie austrickst. Man versucht die Augen zu öffnen und von links nach rechts streifen oder weit auf und zuzulassen. Mit der Zeit kann der eigene Kopf dann mitgezogen werden.

4. Vollkommene Entspannung: Eine weitere Möglichkeit ist es die Gefühle umzukehren und den Zustand nicht als Horrorerlebnis, sondern als Chance für eine Entspannung zu betrachten. In diesem Fall kann man versuchen sich auf das eigene Selbst zu fokussieren und stattdessen wohltuende Schwingungen zu finden, ähnlich wie beim Versuch eine Astralprojektion aufzubauen.

5. Nutzung von Guttural-Geräuschen: Normales Sprechen ist zwar aufgrund der Lähmung der Muskulatur nicht möglich. Aber Zungenbewegungen, Husten, Schnaufen oder ähnliche gutturale Geräusche können noch immer leicht produziert werden. Diese können einen etwaigen Partner wecken oder die Gesichtsmuskulatur langsam aber sicher lockern.

Schon mit diesen einfachen Hinweisen ist es möglich eine Schlafparalyse und die mit ihr verbundenen negativen Gefühle aus Beklemmen und Furcht zu beenden. Es braucht zwar etwas Übung, aber im Endeffekt kann jeder diese Möglichkeiten erlernen. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, der kann auch diverse Anleitungen zum Körper verlassen nutzen, um im Zustand der Schlafparalyse eine Außerkörperliche Erfahrung zu generieren.